Berlin Denkt Weiter
Eines ist klar: Berlin braucht dringend neue Wohnungen.
Dafür braucht es Geld für den Bau. Es braucht Regeln, auf die man sich verlassen kann. Und es braucht ein gutes Miteinander von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Was uns nicht zum Ziel führt, ist eine Vergesellschaftung der Bestände großer Wohnungsunternehmen. Dieses Vorhaben kostet unsere Stadt bis zu 36 Milliarden Euro, ohne dass dadurch auch nur eine einzige neue Wohnung entsteht.
Setzen wir auf echte Lösungen statt auf teure Experimente.
Kein Schnäppchen diese Schnapsidee
Kein Schnäppchen diese Schnapsidee
Eine Vergesellschaftung kostet uns Milliarden. Die wir als Steuerzahler*innen tragen.
Die veranschlagten 36 Milliarden Euro sind zudem fast dreimal so hoch wie die gesamten Investitionen Berlins im Doppelhaushalt 2026/2027 zusammen (über 12,2 Mrd. Euro) und dabei wird kein einziger zusätzlicher Wert geschaffen.
Anzahl neuer Wohnungen
Anzahl neuer Wohnungen
Keine einzige neue Wohnung entsteht
Die Initiative “Deutsche Wohnen & Co enteignen” fordert die Verstaatlichung von rund 225.000 Wohnungen. Das sind etwa 13 % des gesamten Berliner Mietmarktes. Durch diesen Eigentümerwechsel entsteht keine einzige neue Wohnung (0!). Wohnungssuchenden, und damit auch jungen Menschen, Auszubildenden und zuziehenden Beschäftigten, wird dadurch nicht geholfen.
Außerdem: Auf die Mieten in ganz Berlin hätte eine Vergesellschaftung kaum Einfluss.
Warum? Angenommen, der Staat legt die Mieten in diesen Wohnungen fest. Dann dürften diese Mieten trotzdem nicht in den Berliner Mietspiegel einfließen. Das verbietet das Gesetz, so wie heute schon bei Förderwohnungen. Der Mietspiegel würde also nicht sinken.
Und der Mietspiegel ist es, der für alle anderen zählt. 87 % der Mieter*innen hätten von einer Vergesellschaftung nichts.
Echter Schutz vor steigenden Mieten entsteht nur auf einem Weg: Wir müssen zusätzliche Wohnungen bauen. Dann sinkt der Druck auf dem ganzen Markt.
Wände hoch!
Wände hoch!
Nur durch Neubau entspannt sich der Wohnungsmarkt
Befürworter*innen einer Verstaatlichung von Wohnungen sagen, dass damit der Berliner Mietwohnungsmarkt entspannt werden soll. Das trifft aber nicht zu, denn diese Wohnungen sind bereits vermietet. Deshalb stehen sie auch nicht für eine Vergabe z.B. an einkommensschwache Haushalte zur Verfügung. Man müsste also nach der Enteignung die bestehenden Mietverhältnisse zunächst einmal kündigen.
Eine Entlastung für einkommensschwache Haushalte bringt nur der verstärkte Neubau von geförderten Wohnungen, weil auf diese Weise das Wohnungsangebot zielgenau vergrößert werden kann.
Berlins Geld sollte Schule machen. Nicht Enteignung.
Berlins Geld sollte Schule machen. Nicht Enteignung.
Steuergelder sinnvoll für unsere Zukunft einsetzen
Jeder Euro für die Enteignung fehlt woanders. Bei den Schulen. Bei der sozialen Sicherheit. Bei Straßen, Bussen und Bahnen.
Berlin könnte die bis zu 36 Milliarden Euro auch anders einsetzen. Zum Beispiel so: bis zu 150.000 neue Wohnungen bauen (50 bis 60 Quadratmeter groß), zu geförderten und damit bezahlbaren Mieten. Und es bliebe Geld für unsere Schulen. Viele von ihnen sind marode. Unsere Kinder brauchen Gebäude, in denen sie gut lernen können.
Enteignung macht Kredite teurer. Auch deinen.
Enteignung macht Kredite teurer. Auch deinen.
Eine mögliche Vergesellschaftung würde uns alle belasten
Die Enteignung müsste Berlin komplett über Schulden finanzieren. Das würde die Kreditwürdigkeit der Stadt schwer beschädigen. Und das bleibt nicht ohne Folgen. Denn wenn Kredite in Berlin als riskanter gelten, steigen auch die Zinsen für private Immobilienkredite. Wer ein Eigenheim finanzieren, eine Wohnung kaufen oder sein Haus modernisieren will, zahlt dann deutlich mehr.
Das trifft auch die Betriebe in den Kiezen. Höhere Zinsen machen Investitionen teurer und das treibt die Gewerbemieten nach oben. Am Ende zahlen alle Berliner*innen drauf: Wenn Bäckereien, Cafés und Handwerksbetriebe mehr Miete zahlen, steigen auch ihre Preise. Vom Brötchen bis zum Latte Macchiato im Lieblingscafé.
Eine Enteignung schafft also keine einzige neue Wohnung. Sie macht das Leben in Berlin teurer und das Bauen gleich mit.
Über die Initiative
Gemeinsam für ein zukunftsfähiges Berlin
„Berlin denkt weiter“ ist eine Initiative der Berliner Wirtschaft. Gemeinsam setzen sich der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), die Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK Berlin), die Handwerkskammer Berlin (HWK) und die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) im Rahmen der Initiative für eine lebenswerte, wirtschaftlich starke und zukunftsfähige Hauptstadt ein.
Unsere Initiative möchte Denkanstöße geben, Zusammenhänge verständlich und unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft Berlins sichtbar machen. Mit der Kampagne wollen wir ein Licht darauf werfen, welchen Beitrag die vielfältigen Unternehmen der Region für die Entwicklung Berlins leisten. Denn eine starke Wirtschaft schafft die Grundlage für Investitionen, Innovationen und ein Berlin, das auch morgen für alle lebenswert bleibt.
Getragen wird die Initiative von Berliner Wirtschaftsorganisationen. Unterstützt wird sie von weiteren Unternehmen, Organisationen und Verbänden, die sich für ein starkes und zukunftsorientiertes Berlin engagieren: