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Berlin Denkt Weiter

Eines ist klar: Berlin braucht dringend neue Wohnungen.

Dafür braucht es Geld für den Bau. Es braucht Regeln, auf die man sich verlassen kann. Und es braucht ein gutes Miteinander von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Was uns nicht zum Ziel führt, ist eine Vergesellschaftung der Bestände großer Wohnungsunternehmen. Dieses Vorhaben kostet unsere Stadt bis zu 36 Milliarden Euro, ohne dass dadurch auch nur eine einzige neue Wohnung entsteht.

Setzen wir auf echte Lösungen statt auf teure Experimente.

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Deine Berliner Wirtschaft

Kein Schnäppchen diese Schnapsidee

Kein Schnäppchen diese Schnapsidee

Eine Vergesellschaftung kostet uns Milliarden. Die wir als Steuerzahler*innen tragen.

Die Zahlen des Berliner Senats zeigen, um welche Summen es geht: Die Enteignung großer Wohnungsbestände würde Berlin bis zu 36 Milliarden Euro kosten (Quelle: Berliner Senat). Das sind umgerechnet über 9.000 Euro Schulden für jede Einwohnerin und jeden Einwohner unserer Stadt.
Dazu kommen Folgekosten. Der Senat schätzt sie auf bis zu 340 Millionen Euro pro Jahr (Quelle: Berliner Senat).

Die veranschlagten 36 Milliarden Euro sind zudem fast dreimal so hoch wie die gesamten Investitionen Berlins im Doppelhaushalt 2026/2027 zusammen (über 12,2 Mrd. Euro) und dabei wird kein einziger zusätzlicher Wert geschaffen.

Zum Vergleich: Berlin investiert 2026 und 2027 zusammen gut 12,2 Milliarden Euro – in Schulen, Straßen, Kliniken und vieles mehr. Die Enteignung würde fast dreimal so viel kosten. Neu geschaffen wird dadurch nichts.

Anzahl neuer Wohnungen

Anzahl neuer Wohnungen

Keine einzige neue Wohnung entsteht

Die Initiative “Deutsche Wohnen & Co enteignen” fordert die Verstaatlichung von rund 225.000 Wohnungen. Das sind etwa 13 % des gesamten Berliner Mietmarktes. Durch diesen Eigentümerwechsel entsteht keine einzige neue Wohnung (0!). Wohnungssuchenden, und damit auch jungen Menschen, Auszubildenden und zuziehenden Beschäftigten, wird dadurch nicht geholfen.

Außerdem: Auf die Mieten in ganz Berlin hätte eine Vergesellschaftung kaum Einfluss.

Warum? Angenommen, der Staat legt die Mieten in diesen Wohnungen fest. Dann dürften diese Mieten trotzdem nicht in den Berliner Mietspiegel einfließen. Das verbietet das Gesetz, so wie heute schon bei Förderwohnungen. Der Mietspiegel würde also nicht sinken.

Und der Mietspiegel ist es, der für alle anderen zählt. 87 % der Mieter*innen hätten von einer Vergesellschaftung nichts.

Echter Schutz vor steigenden Mieten entsteht nur auf einem Weg: Wir müssen zusätzliche Wohnungen bauen. Dann sinkt der Druck auf dem ganzen Markt.

Wände hoch!

Wände hoch!

Nur durch Neubau entspannt sich der Wohnungsmarkt


Befürworter*innen einer Verstaatlichung von Wohnungen sagen, dass damit der Berliner Mietwohnungsmarkt entspannt werden soll. Das trifft aber nicht zu, denn diese Wohnungen sind bereits vermietet. Deshalb stehen sie auch nicht für eine Vergabe z.B. an einkommensschwache Haushalte zur Verfügung. Man müsste also nach der Enteignung die bestehenden Mietverhältnisse zunächst einmal kündigen.

Eine Entlastung für einkommensschwache Haushalte bringt nur der verstärkte Neubau von geförderten Wohnungen, weil auf diese Weise das Wohnungsangebot zielgenau vergrößert werden kann.

Berlins Geld sollte Schule machen. Nicht Enteignung.

Berlins Geld sollte Schule machen. Nicht Enteignung.

Steuergelder sinnvoll für unsere Zukunft einsetzen

Jeder Euro für die Enteignung fehlt woanders. Bei den Schulen. Bei der sozialen Sicherheit. Bei Straßen, Bussen und Bahnen.

Berlin könnte die bis zu 36 Milliarden Euro auch anders einsetzen. Zum Beispiel so: bis zu 150.000 neue Wohnungen bauen (50 bis 60 Quadratmeter groß), zu geförderten und damit bezahlbaren Mieten. Und es bliebe Geld für unsere Schulen. Viele von ihnen sind marode. Unsere Kinder brauchen Gebäude, in denen sie gut lernen können.

Enteignung macht Kredite teurer. Auch deinen.

Enteignung macht Kredite teurer. Auch deinen.

Eine mögliche Vergesellschaftung würde uns alle belasten

Die Enteignung müsste Berlin komplett über Schulden finanzieren. Das würde die Kreditwürdigkeit der Stadt schwer beschädigen. Und das bleibt nicht ohne Folgen. Denn wenn Kredite in Berlin als riskanter gelten, steigen auch die Zinsen für private Immobilienkredite. Wer ein Eigenheim finanzieren, eine Wohnung kaufen oder sein Haus modernisieren will, zahlt dann deutlich mehr.

Das trifft auch die Betriebe in den Kiezen. Höhere Zinsen machen Investitionen teurer und das treibt die Gewerbemieten nach oben. Am Ende zahlen alle Berliner*innen drauf: Wenn Bäckereien, Cafés und Handwerksbetriebe mehr Miete zahlen, steigen auch ihre Preise. Vom Brötchen bis zum Latte Macchiato im Lieblingscafé.

Eine Enteignung schafft also keine einzige neue Wohnung. Sie macht das Leben in Berlin teurer und das Bauen gleich mit.

Vergesellschaftung schafft keine einzige neue Wohnung.

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Berlin fehlen Wohnungen. Daran ändert eine Vergesellschaftung nichts. Enteignete Wohnungen werden umverteilt, nicht vermehrt. Wer das Problem wirklich lösen will, muss bauen.

Der häufigste Einwand lautet: Der Volksentscheid betrifft nur Konzerne mit mehr als 3.000 Wohnungen, Neubauten sind ausgenommen. Rechtlich stimmt das. In der Praxis aber entscheidet niemand über ein Bauprojekt allein nach dem Gesetzestext. Entscheidend ist die Frage: Wie sicher ist mein Geld in den nächsten zwanzig Jahren?
Wenn eine Stadt zeigt, dass Wohnungsbestände jederzeit enteignet werden können, hat das Folgen. Die Finanzierung wird teurer, es entsteht Unsicherheit, und Investitionen fließen in andere Städte. Nicht, weil es ein Verbot gäbe. Sondern weil Geld dorthin geht, wo die Regeln verlässlich sind.

Dazu kommen die Kosten. Die Entschädigung würde über Jahrzehnte Milliarden im Landeshaushalt binden. Dieses Geld fehlt dann für Neubau, Ankauf und Sanierung, aber auch für alles andere, was Berlin dringend braucht.

Am Ende schadet eine Vergesellschaftung nicht nur der Hauptstadt. Berlin ist ein Maßstab für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Was hier möglich erscheint, wird auch anderswo einkalkuliert.

Vergesellschaftung bedeutet: weniger Neubau, mehr Konkurrenz um jede freie Wohnung, mehr Bürokratie. Das kann niemand wollen.

 

Über die Initiative

Gemeinsam für ein zukunftsfähiges Berlin

„Berlin denkt weiter“ ist eine Initiative der Berliner Wirtschaft. Gemeinsam setzen sich der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), die Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK Berlin), die Handwerkskammer Berlin (HWK) und die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) im Rahmen der Initiative für eine lebenswerte, wirtschaftlich starke und zukunftsfähige Hauptstadt ein.

Unsere Initiative möchte Denkanstöße geben, Zusammenhänge verständlich und unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft Berlins sichtbar machen. Mit der Kampagne wollen wir ein Licht darauf werfen, welchen Beitrag die vielfältigen Unternehmen der Region für die Entwicklung Berlins leisten. Denn eine starke Wirtschaft schafft die Grundlage für Investitionen, Innovationen und ein Berlin, das auch morgen für alle lebenswert bleibt.

Getragen wird die Initiative von Berliner Wirtschaftsorganisationen. Unterstützt wird sie von weiteren Unternehmen, Organisationen und Verbänden, die sich für ein starkes und zukunftsorientiertes Berlin engagieren:

Träger & Unterstützer

Trägerorganisationen

Unterstützerkreis